Von Noah Pirro · Gründer, Pirro ConsultingFörderung für Digitalisierung 2026: Saarland & Rheinland-Pfalz im Überblick
Digitalisierung kostet Geld – aber ein Teil davon lässt sich fördern. Gerade im Saarland und in Rheinland-Pfalz gibt es 2026 mehrere Programme für KMU. Allerdings hat sich die Förderlandschaft stark verändert: Einige bekannte Bundesprogramme sind ausgelaufen, andere Wege bestehen weiter. Dieser Überblick zeigt, was aktuell gilt – und worauf Sie achten sollten.
Wichtig vorab: Was sich geändert hat
Zwei populäre Bundesprogramme stehen nicht mehr zur Verfügung: 'go-digital' (Beratungsförderung) ist Ende 2024 ausgelaufen, und 'Digital Jetzt' (Investitionszuschuss) wurde bereits zuvor eingestellt. Einen direkten 1:1-Nachfolger gibt es nicht – Digitalisierungs-Zuschüsse laufen heute überwiegend über die Bundesländer sowie über die BAFA und die KfW. Wer ältere Ratgeber liest, sollte das im Hinterkopf behalten.
Saarland: DigitalInvest KMU
Das Saarland fördert die Digitalisierung von KMU aktuell über das Programm DigitalInvest KMU. Bezuschusst werden Hard- und Software sowie Mitarbeiterschulungen. Die Eckdaten: bis zu 12.500 € in der Basis-Förderung und bis zu 20.000 € in der Plus-Förderung, mit einer Förderquote von 30–50 % je nach Unternehmensgröße. Antragstellung läuft über das saarländische Wirtschaftsministerium bzw. saaris. Da sich Konditionen ändern können, lohnt ein Blick auf den aktuellen Stand vor dem Antrag.
Rheinland-Pfalz: Programme der ISB
In Rheinland-Pfalz laufen Förderprogramme über die ISB (Investitions- und Strukturbank). Das Angebot hat sich in den letzten Jahren mehrfach geändert (Programme wurden eingestellt, neue kamen hinzu), weshalb hier eine pauschale Beträge-Nennung wenig hilft. Sinnvoll ist eine kostenlose Förderberatung bei der ISB, die zum konkreten Vorhaben passt.
Bundesweit: BAFA-Beratungsförderung & KfW
Als Beratungsförderung steht KMU bundesweit die BAFA-Förderung 'Förderung unternehmerischen Know-hows' offen: 50 % der Beratungskosten, maximal 3.500 € förderfähige Kosten – also bis zu 1.750 € Zuschuss pro Beratung. Für Investitionen bietet die KfW zinsgünstige Digitalisierungskredite. Beide lassen sich je nach Vorhaben mit Landesmitteln kombinieren – die genauen Kumulierungsregeln sollte man im Einzelfall prüfen.
Worauf Sie beim Antrag achten sollten
1. Erst beantragen, dann beauftragen
Bei den meisten Programmen darf das Projekt erst nach der Bewilligung starten – Rechnungen, die vorher entstehen, werden in der Regel nicht gefördert. Planen Sie den Antrag also früh ein.
2. Konkret und nachvollziehbar beschreiben
Beschreiben Sie klar, welche Prozesse Sie digitalisieren, welche Tools Sie einsetzen und welchen messbaren Nutzen Sie erwarten. Das erhöht die Bewilligungschancen.
3. Stand vor Antrag prüfen
Förderbeträge, Quoten und Verfügbarkeit ändern sich häufig. Verlassen Sie sich nicht auf ältere Quellen, sondern prüfen Sie den aktuellen Stand bei der jeweiligen Förderstelle (saaris/Wirtschaftsministerium im Saarland, ISB in RLP, BAFA bzw. KfW beim Bund).
Fazit
Auch wenn bekannte Bundesprogramme weggefallen sind: Für Digitalisierung im Mittelstand gibt es im Saarland und in Rheinland-Pfalz weiterhin attraktive Förderwege. Entscheidend ist, das passende Programm zum Vorhaben zu finden und den Antrag richtig zu stellen. Gern unterstützen wir Sie dabei und ordnen in einer kostenlosen Potenzialanalyse ein, welche Förderung für Ihr Projekt in Frage kommt – ohne Gewähr für die jeweils tagesaktuellen Konditionen.

Über den Autor
Noah Pirro
Gründer von Pirro Consulting. Seit über 4 Jahren automatisiert er Prozesse mit Make, Zapier und n8n und gewinnt für KMU im Saarland und in Rheinland-Pfalz qualifizierte Mitarbeiter über Social Recruiting – 25+ umgesetzte Automatisierungen, 1.500+ eingesparte Stunden.
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